::: takeaways
- n8n eignet sich für datenschutzsensible Branchen dank Self-Hosting-Option
- Make ist die schnellere Wahl für Teams ohne technischen Hintergrund
- Bei hohem Volumen ist n8n Self-Hosted deutlich günstiger als Make
- Beide Tools lassen sich mit CRM, E-Mail, Kalender und 1.000+ Apps verbinden
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n8n vs. Make: Der Praxisvergleich
Wenn du dein Unternehmen automatisieren möchtest, kommst du an zwei Namen kaum vorbei: n8n und Make (früher Integromat). Beide Tools versprechen No-Code-Automatisierung ohne Programmierkenntnisse — aber sie unterscheiden sich deutlich in Philosophie, Preismodell und Anwendungsfall.
Nach 50+ Kundenprojekten haben wir beide Tools intensiv eingesetzt. Hier ist unser ehrlicher Vergleich.
Was ist n8n?
n8n ist ein Open-Source-Automatisierungstool, das du entweder selbst hosten oder in der Cloud-Version nutzen kannst. Der große Vorteil: Du kannst es auf deinem eigenen Server betreiben — was für datenschutzsensible Branchen wie Gesundheit, Recht oder Finanzen entscheidend ist.
n8n ist technischer als Make. Die Lernkurve ist steiler, aber die Kontrolle über Daten und Workflows ist deutlich größer.
Stärken von n8n:
- Selbst-Hosting möglich → volle Datenkontrolle, ideal für DSGVO-Anforderungen
- Unbegrenzte Workflow-Ausführungen bei Self-Hosting
- Leistungsstarke Code-Nodes für komplexe Logik
- Starke Community, aktive Entwicklung, Open Source
Was ist Make?
Make ist ein cloudbasiertes Automatisierungstool mit einem visuellen, szenario-basierten Ansatz. Die Benutzeroberfläche ist intuitiver als n8n — besonders für Teams ohne technischen Hintergrund.
Make eignet sich hervorragend für Marketing-Teams, Agenturen und alle, die schnell starten wollen.
Stärken von Make:
- Sehr intuitives visuelles Interface — flache Lernkurve
- Über 1.000 App-Integrationen out of the box
- Einsteigerfreundlich ohne Programmierkenntnisse
- Schnelle Implementierung für Standard-Workflows
Wann du n8n wählen solltest
n8n ist die richtige Wahl wenn:
- Datenschutz und DSGVO-Konformität oberste Priorität haben
- Du komplexe Workflows mit eigener Logik und Verzweigungen brauchst
- Du oder dein Team technisch affin sind
- Du langfristig Kosten sparen willst (besonders bei hohem Ausführungsvolumen)
- Sensible Kundendaten verarbeitet werden
Wann du Make wählen solltest
Make ist die richtige Wahl wenn:
- Du schnell starten willst, ohne technisches Know-how
- Die meisten Workflows Standard-App-Verbindungen sind (CRM → E-Mail, Formular → Spreadsheet etc.)
- Du ein Marketing- oder Vertriebsteam automatisieren willst
- Cloud-Hosting kein Problem ist
Preisvergleich
Beide Tools bieten kostenlose Einstiegs-Tiers. Bei höherem Volumen:
- n8n Self-Hosted: Gratis (du trägst Serverkosten, ca. 10–30 €/Monat für einen kleinen VPS)
- n8n Cloud: Ab ca. 24 €/Monat
- Make: Preisgestaffeld nach Operationen, ab ca. 9 €/Monat für kleine Setups
Bei mittlerem bis hohem Volumen ist n8n Self-Hosted klar günstiger.
Was wir in der Praxis einsetzen
Bei Vorbi arbeiten wir mit beiden Tools — je nach Kundenanforderung. Für Projekte mit sensiblen Kundendaten empfehlen wir n8n auf einem gehosteten Server. Für schnelle Setups und Marketing-Automatisierungen greifen wir oft auf Make zurück.
Das Wichtigste: Beide Tools sind Mittel zum Zweck. Entscheidend ist, welche Prozesse du automatisieren willst — nicht welches Tool theoretisch "besser" ist.
Wenn du wissen möchtest, welches Tool für dein Unternehmen passt, erklärt unsere Seite zur Workflow-Automatisierung, wie wir vorgehen. Oder mach den KI-Potenzial-Check für einen ersten Überblick.